Montag, 20. Dezember 2010

Ferienvorhaben


Im rechten Päckchen befindet sich die Kutte, die ich Papa schon lange nähen wollte und die jetzt endlich fertig ist. Ich habe dafür nur grob 6 Schulstunden gebraucht - aber bis ich erst mal angefangen habe...
Genau genommen hatte ich ihm zum Geburtstag einen Gutschein für die Kutte geschenkt. Das war im Februar... Der Schnitt lag schon lange herum und auch den Stoff hatte ich schon im März gekauft. Jetzt habe ich, da ich mit meiner Hose schon fertig war und auch Fräns Kleid geändert hatte, endlich damit angefangen und dann ging es ja auch ruck-zuck.


Was sind jetzt also meine Ferienvorhaben?

Zum Einen sind da zwei ABBA-Kostüme, für die ich sogar Geld bekomme.
Auch vier "Leichensäcke" oder "Tote-Hasen-Kostüme", wie mein Bruder sie nennt, bekomme ich bezahlt.
Zusammen mit Bogdan will ich die Schnitte für eine Hose und eine Jacke ändern, Stoff und Zutaten dafür einkaufen und beim Nähen helfen werde ich vermutlich auch ein bisschen.
Dann habe ich noch vor, zwei Kleider für EVITA zu nähen: ein Alltagskleid, das sie relativ am Anfang ihrer Karriere tragen wird und ein ganz tolles, weit schwingendes Kleid für den Walzer mit Ché. Die Herausforderung dabei ist, dass es möglichst nur ein Kleid für alle drei Eviten geben soll.
Wenn ich dann noch Zeit und Lust habe, will ich für mich noch ein Kleid mit Tellerrock für Requiem/Was für ein Zirkus nähen. Der dazugehörige Petticoat wird warten müssen, bis ich wieder Geld habe.
Außerdem liegt seit geraumer Zeit noch ein Stoff für ein Kleid herum, das noch genäht werden will...

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Mama, I'm A Big Girl Now oder: Warum ich es gar nicht so schlimm finde, dick zu sein

Ich gehöre nicht zu den Schlankesten. Habe ich noch nie. Und mittlerweile finde ich das gar nicht mal mehr so schlimm.

Natürlich gab es Zeiten, in denen ich es total furchtbar fand, dick zu sein. Ich wurde gemobbt. Ich war ein leichtes Opfer, weil ich zu schüchtern und unsicher war, mich zu wehren.


Aber inzwischen ist das anders. Ich bin offener und mutiger geworden. Meine Figur hat sich allerdings nicht so deutlich verändert.

Ich sehe mich selbst anders. Ich definiere mich nicht hauptsächlich darüber, dass ich niemals in schicke Größe-36-Kleidchen passen oder grazil auf hohen Absätzen dahinschreiten werde.

Klar wäre es toll, mal in ein Geschäft zu gehen und ein Kleid in meiner Größe vom Haken zu nehmen (das auch in mehrfacher Ausfertigung immer da wäre), das mir auf Anhieb passt. Aber es gibt Wichtigeres.

Freunde. Begabungen. Charakter. Spaß.


Eine der ganz wichtigen Dinge in meinem Leben ist die Musicalgruppe. Hier ist es nicht wichtig, ob man dick oder dünn, klein oder groß, laut oder leise, schüchtern oder extrovertiert ist. Wir arbeiten zusammen, um ein tolles Stück auf die Beine zu stellen. Jeder hat einzigartige Fähigkeiten, die dazu beitragen, etwas für uns alle unvergessliches zu schaffen. Das fasziniert mich immer wieder. Und ich kann, so wie ich bin, ein Teil davon sein.

So wie ich bin: klein, dick, ein bisschen verrückt, ein bisschen schüchtern und mit meiner Fähigkeit, Kleider zu nähen.



Doch genug des Pathos.

Warum schreibe ich das hier?


In der Schule laufen die Vorbereitungen für die Modenschau. Wir haben zwei Bilder ausgesucht, zu denen wir Kleider entwerfen und nähen. Ein Ballett-Bild von Degas und ein Rokoko-Vampir-Bild von Victoria Francés.

Ich wollte zu beiden Bildern einen weiten, bauschigen Rock nähen – weil es einfach dazu passen würde. Ich weiß, dass das aufträgt, aber ich wollte das nun mal so. Weil ich weiß, dass ich dick bin und ich auch nicht schlanker werde, indem ich einen schmalen Rock trage.

Insgesamt fand ich es ein bisschen schade, dass wir (ich bin ja nicht das einzige fülligere Mädchen in meiner Klasse) unsere tollen Entwürfe ausgeredet bekommen und dabei mehr oder weniger unter die Nase gerieben bekommen haben, dass wir dick sind.


Ja, das wissen wir. Wir leben jeden Tag damit. Aber zumindest ich habe damit kein Problem. Ich bin, wie ich bin und das ist auch völlig okay so.

Es gibt sogar einen großen Vorteil: Es wird wohl keinen Mann geben, der mit mir nur wegen des Prestiges zusammen sein will. Nicht, dass ich das den männlichen Wesen in meiner Umgebung unterstelle, aber so was solls ja geben. ;)


Und – um so langsam mal den Bezug zum Titel herzustellen - vielleicht kommt ja eines Tages mein persönlicher „Link“, der mir sagt: „I'm in love with you, no matter what you weigh!“



In diesem Sinne:

Once upon a time I was a shy young thing
Could barely walk and talk so much as dance and sing
But let me hit that stage, I wanna take my bow

'Cause mama, I'm a big girl now!



Donnerstag, 9. Dezember 2010

Pressefoto


...oder: "Wir basteln und ein großartiges 'Don't Cry For Me, Argentina'-Klischee-Foto"

Näheres sowie das besagte Foto (auch in druckfähiger Auflösung) sind hier zu finden:
http://www.musicalgruppe.de/blog/2010/11/wir-basteln-uns-ein-grosartiges-dont-cry-for-me-argentina-klischee-foto/

Wer es nicht merkt: Unser Webmaster mag das Wort "großartig". ;)