Samstag, 28. April 2012

Ehrgeiziger Gedankenblitz-Plan

Ich will mir meinen eigenen Grundschnitt erstellen, nach meinen eigenen Maßen und deshalb hoffentlich perfekt passend. Nach der Prüfung und wahrscheinlich auch nach den Musicalaufführungen will ich also meine Unterlagen aus dem Schnittkonstruktionsunterricht rauskramen und loslegen. 
Und dann kann ich aus dem Grundschnitt (oder den Grundschnitten - Rock, Oberteil, Kleid) aaaaaaaalles machen, was ich will. 
Mal sehen, ob das was wird ;-)

Mittwoch, 25. April 2012

Oh, daraus will ich ein Kleid!


Beim Anblick dieses wunderschönen und auch noch reduzierten Leinens konnte ich nicht anders, als etwas davon zu kaufen. 
Einmal habe ich schon davor gestanden und es angeschmachtet und als ich dann mal nach Schulschluss den frühen Bus erwischt habe, habe ich die Gelegenheit genutzt und es gekauft. 

Von vornherein habe ich an ein Hemdblusenkleid gedacht, wie es auf dem linken Bild zu sehen ist. Das steht schon seit längerer Zeit auf meiner imaginären Will-ich-unbedingt-nähen-Liste und jetzt habe ich neben dem hübschen Stoff auch einen Anlass, zu dem ich noch ein Kleid brauche: die Hochzeit meiner Cousine.
Auf der Suche nach dem Schnitt ist mir auch das rechte Kleid begegnet, das ebenfalls auf dieser Liste steht, allerdings tendiere ich doch eher zu dem Hemdblusenkleid. Aber da ist ja auch noch dieses wunderschöne rote Leinen, das auch in dem Regal lag...

Ein zum Stoff passendes Nähgarn (das natürlich eigentlich ein Zwirn ist - man merkt doch, dass ich ein bisschen für die Gesellenprüfung lerne) habe ich bereits gekauft, Einlage und Knöpfe muss ich noch besorgen. Vielleicht werden es ja diesmal meine Lieblingsknöpfe vom Aramis-Kostüm ;-) Oder ich beziehe mir meine eigenen, das wäre natürlich ganz besonders schick und definitiv farblich passend. Dann kann ich auf der Hochzeit damit angeben. 

Für das Hemdblusenkleid muss ich, im Gegensatz zu dem anderen Kleid, leider ein Probeteil machen. Aber wenn schon, dann richtig! Ich will ja dann keine Falte am Rücken und wenns am Hintern zu eng ist, sieht es auch nicht schön aus. 
Aber das alles nach der schriftlichen Prüfung.

Freitag, 20. April 2012

Pantalons #2

Heute hab ich meine ersten Pantalons fertig genäht. 
Übertritt, Knöpfe, Knopflöcher, Bund und Saum. 

Dabei habe ich festgestellt: 
1. Ich sollte ein dünnere Einlage für den Bund verwenden. Das vorgestanzte Band, das ich verwendet habe (weil ich sonst nicht genug gehabt hätte), ist doch sehr steif.
2. Ein Formbund wäre wirklich schöner gewesen. Allerdings ist der Bund auch das einzige, das im Rücken absteht, ansonsten ist mir die Passform doch recht gut gelungen.
3. Ich habe zwar massenweise Spitzenborten, aber nur wenig, das ich für die Pantalons verwenden kann. Eine hübsche Bohrspitze ist zu kurz. Viele Spitzen sind so zart und fein, dass man sie kaum sehen würde. Allerdings habe ich auch zahlreiche farbige Borten, die ich möglicherweise verwenden werde. So eine neckische rote Zackenlitze hat ja auch was ;-)
4. Der Übertritt ist nicht ideal. Eventuell steige ich auch auf einen Untertritt um. Ziemlich sicher ist schon, dass ich beim nächsten Modell das Teil anschneiden werde. 
5. Vielleicht wäre ein querelastischer Stoff noch besser. Allerdings werde ich keinen neuen Stoff kaufen, sondern meine Stoffvorräte ein bisschen aufbrauchen. Weiß gibts da auf jeden Fall, vielleicht gibts auch noch ein Modell mit roten Karos oder mit Rosen oder was sich eben sonst noch so findet ;-) 

Bilder gibts erst morgen, weil meine Digitalkamera-Akkus sich offensichtlich entschieden haben, nur noch 10 Minuten zu halten...

Sonntag, 15. April 2012

Pantalons #1

So hießen nicht nur die langen Hosen, die nach den Culottes des Rokoko für die Herren in Mode kamen, sondern auch die weißen, spitzenbesetzten langen Unterhosen, die von Kindern und Frauen unter den Kleidern getragen wurden. Das populärste Beispiel dafür dürfte die Protagonistin von "Alice im Wunderland" sein.
Bei Kindern (auch Jungen trugen bis zu einem Alter von etwa 5-6 Jahren Röcke) schauten die Pantalons manchmal ein bisschen hervor, bei Frauen waren die "Unaussprechlichen" selbstverständlich unsichtbar ;)

Für unsere Musicalaufführungen von "Frühlings Erwachen" nähe ich meine eigene Version der Pantalons. Sie sind kürzer als ihre historischen Vorbilder und im Gegensatz zu diesen auch im Schritt geschlossen, damit sie ihren Zweck erfüllen: dass beim Tanzen, Abspacken und Kuscheln nichts zu sehen ist, wenn der Rock mal hochfliegt...

Ich habe den Hosenschnitt verwendet, nach dem ich im zweiten Lehrjahr eine Wollhose genäht habe. Ich habe ihn gekürzt und etwas weiter gemacht.
Statt eines Reißverschlusses in der vorderen Mitte werde ich links einen Knopfverschluss anbringen.
Durch die Erweiterung ist die Hose jetzt in der Taille zu weit. Ich muss an den Abnähern und Nähten also noch etwas Weite wegnehmen, damit sie richtig sitzt. Und dann fehlt noch ein Bund. Ich glaube allerdings, dass ich für einen Formbund zu faul sein und nur einen geraden machen werde. Besserer Sitz hin oder her, das ist eh nur Unterwäsche ;) Darüber werden sowieso noch die Bluse und der Rock getragen, dafür lohnt sich der Aufwand nicht.


Wenn ich dann oben alles fertig habe, wird die endgültige Länge festgelegt und der Saum noch mit einer Spitze verziert. Ein bisschen Kitsch muss sein ;) Und so sieht es auch ein bisschen "historisch korrekter" aus, wenn sie denn mal rausgucken. Was spätestens bei "Völlig im Arsch" der Fall sein wird.
Wenn dann der Prototyp gut sitzt und vielleicht auch schon mal choreografie-geprüft ist, gehe ich in Serienproduktion ;)